Selbstachtung, Selbstwirksamkeit und das Gefühlschaos

Ich hab viele Coachings, Workshops usw in der Richtung "Scannerpersönlichkeit" hinter mir und stehe heut wesentlich gefestigter da als früher. Ob das was für dich ist, musst du ausprobieren. Aber ich hatte in dem Umfeld damals am ehesten das Gefühl, mit dieser "Schwierigkeit" gesehen und ernstgenommen zu sein und dass es positiv gewertet wurde, statt meinen inneren Kritiker zu bedienen, der mich eh schon 24/7 fertig macht.

Das Thema "Anspruch" bzw. "Perfektionismus" bearbeite ich jetzt grade auch wieder für mich.

Meine neueste Erkenntnis ist:
Ich habe nie eine konsistente Grenze erfahren, wann meine Ergebnisse zuverlässig "gut genug" sind und darum versuche ich immer, diese Grenze unbewusst zu erreichen, indem ich meine Aufgaben mit extremen Ansprüchen ausführe, begleitet von sowohl der Erwartung an positive Resonanz (das muss die doch umhauen, wenn ich es viel besser mache als andere!) als auch totale Angst vor dem Feedback (wenn es wieder nicht genug oder ganz falsch war, obwohl ich dachte, dass es super ist).
Wenn man nie vorhersagbare Selbstwirksamkeit erlebt hat, stellt man sich selbst immer in Frage und kann nicht selbstbewusst die eigenen Ergebnisse verteidigen, selbst wenn sie objektiv wirklich mal nicht gelungen sind (was ja völlig normal und in Ordnung ist). Man hat einfach keine objektiven Kriterien für die Güte der Ergebnisse und man wartet halt gerade zu auf das negative Echo.
Versuch mal von dem Punkt aus für dich weiter zu gehen. Überlege mal, wo deine Grenzen für "gut / gut genug / übertroffen / nicht gut genug" liegen und ob du diese anhand fester Kriterien objektivieren und vorhersagbar machen kannst.

In dem Prozess kannst du Stück für Stück dann auch an deinem Selbstbewusstsein und deiner Selbstachtung arbeiten, mit dem du Rückschläge, Fehler oder einfach das Gefühl, eine bestimmte Aufgabe nicht bewältigen zu können, verzeihen kannst. 

Kein Mensch kann alles gleich gut und jeder macht Fehler. Wir erleben nur unser Leben lang, dass wir besonders viele machen. Es braucht also auch Heilung von den vielen Rückschlägen und teils unerwartet heftigen negativen Kritiken. Das dauert, ist anstrengend, lohnt sich aber.
Du wirst dann sicherlich auch mit dem Begriff "Inneres Kind" etwas anfangen können, denn genau in diesem Teil deiner Persönlichkeit sitzt die Angst vor der Bewertung durch andere. 

Sei stolz auf dich! Du bist gut so wie du bist! Du brauchst von niemandem die Erlaubnis, dich hoch zu achten und zu respektieren, denn diese kannst nur du dir selbst geben. Du bist kein Kind und niemand hat das Recht, dich erziehen zu wollen. Feedback ist wichtig, Fehler machen auch. Aber nicht auf Kosten deiner Würde! 

Wenn du dir Hilfe für dein seelisches und/oder spirituelles Wachstum wünschst, schicke mir gern eine Mail!
Die (therapeutische) Arbeit mit dem Inneren Kind ist bei einem geschulten Psychotherapeuten am besten aufgehoben. Auch das Coaching rund um das Stichwort "Scannerpersönlichkeit" können ausgebildete Coaches hervorragend mit dir absolvieren. 

Ich bin als Oneirologin und Psychologisch-Spirituelle Beraterin der Impulsgeber und kann dir mit den richtigen Fragen den Weg in die für dich passende Richtung zeigen. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit freue ich mich auf deine Email!

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